LimoBOX.de im Interview: Faire Bio-Limonade ab sofort selbstgemischt

13. Juni 2012 · 1 comment

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Ab dieser Woche will limoBOX.de mit seiner neue Bio-Limonade bundesweit unseren Durst löschen. Um das kurz vor dem Start stehende Konzept näher vorzustellen, nahm sich Gründer Martin Eckardt im größten Vorbereitungsstress ein paar Minuten Zeit und stand uns Rede und Antwort.

limoBOX - Mach Dir die gute Limonade

LimoBOX startet diese Woche den Onlineverkauf von Limonade mit dem Slogan – „Mach Dir die gute Limonade.“ Was ist das besondere an diesem Konzept?

Mit der limoBOX mischt man seine Bio-Limonade einfach selbst, d.h. man muss der limoBOX Fruchtsaftmischung nur Wasser hinzufügen und die leckere Brause ist fertig. Dadurch kann man zum einen selbst bestimmen, welches Mischungsverhältnis man wählt und ob man lieber Kohlensäure hat oder nicht. Zum anderen spart man viel Geld, da die limoBOX im Direktverkauf ohne Zwischenhandel vertrieben wird und man eben auch nicht den Transport des Wassers bezahlt.

So kann man nämlich auch sein gutes Leitungswasser verwenden. Weiterhin ist das Konzept sehr umweltfreundlich durch die Verwendung der Bag-in-Box Verpackung und durch die reduzierten Vertriebsprozesse. Und nicht zuletzt trägt jeder Käufer dazu bei, dass Menschen in Dritte-Welt-Ländern sauberes Trinkwasser bekommen. Denn mit einem Teil der Einnahmen unterstützen wir unseren Charity-Partner – die Initiative „Viva con Agua de Sankt Pauli“.

Trinkst du selbst übermäßig viel Limonade oder wie genau ist die Geschäftsidee zur LimoBOX entstanden?

Um ehrlich zu sein – ja. Ich trinke keinen Alkohol, weil es mir einfach nicht schmeckt. Deshalb weiche ich gerne auf Limonaden aus und da sollte es nach Möglichkeit Bio sein. Bio-Limonaden sind aber leider ziemlich teuer im Vergleich zu konventionellen Produkten und meistens gibt es sie auch nur in kleinen Flaschen zu kaufen. So kam mir die Idee zur limoBOX. Wahrscheinlich werde ich selbst mein bester Kunde sein.

Mit Limonade verbindet man häufig ungesundes, künstliches Zuckerwasser. Wie kann die LimoBOX dem Bio-Anspruch gerecht werden? Was genau ist drin?

Die limoBOX verwendet ausschließlich natürliche Zutaten aus biologischem Anbau. Drin sind nur naturtrübe Direktsäfte, die mit Traubensüße verfeinert werden. Wir verwenden weder Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Aromen oder andere Zusatzstoffe. Schaut man sich die Zutatenliste der limoBOX „Zitrone“ beispielsweise an, so enthält diese nur Bio-Zitronendirektsaft und Traubensüße.

Mischt man dies mit Wasser, erhält man die klassische Zitronen-Limonade, die auch als Namensgeber diente. Zucker ist natürlich drin, aber eben nur der aus den Früchten und insgesamt weniger als in herkömmlichen Brausen. Durch das Selbermischen hat man aber die Möglichkeit, sich die Limonade nach eigenem Geschmack und eigenen Vorstellungen zusammenzustellen.

limoBox Zitrone

Auf der Homepage wird zudem versprochen, dass die LimoBOX fair ist. Was kann sich der Konsument darunter vorstellen?

Fair ist die limoBOX in vielerlei Hinsicht: Alle Produkte sind fair gehandelt. Dies bedeutet, dass alle Bauern, die uns die Früchte für die Säfte liefern, gerecht dafür entlohnt werden, so dass sie davon leben und auch nicht so gute Ernten ausgeglichen werden können.

Weiterhin hoffen wir durch die limoBOX viel Geld für die Initiative „Viva con Agua de Sankt Pauli“ sammeln zu können. Denn während wir hier leckere Limonade schlürfen, haben andere nicht einmal sauberes Trinkwasser. Diesen Menschen wollen wir helfen, denn auch aus deren Ländern stammen viele Lebensmittel, die wir täglich konsumieren. Und da ist es doch nur fair, wenn wir für alle Menschen längerfristig mindestens eine Grundversorgung schaffen.

Zudem ist uns Nachhaltigkeit sehr wichtig, so dass ein ressourcenschonender und somit fairer Umgang mit der Natur bei uns höchste Priorität hat. Die Grundbausteine dafür haben wir schon gelegt und wir versuchen stetig, die Prozesse immer weiter zu verbessern. Aber auch der Kunde soll fair behandelt werden und keine überteuerten Preise zahlen müssen. Wir legen unsere Gewinnmarge deshalb bewusst niedrig an.

Wie ist der Einsatz einer Bag-in-Box in den Fokus der Geschäftsidee gewandert? Hat Euch hierbei Prof. Faltin mit seiner Tee- oder Weinkampagne inspiriert?

Durch Prof. Faltin wurde ich eher von seinem Geschäftskonzept inspiriert. Ich habe sein Buch natürlich gelesen und er hat einen großen Teil dazu beigetragen, dass es die limoBOX jetzt überhaupt zu kaufen gibt. Die Bag-in-Box Verpackung war eigentlich die logische Folge, da sie mit Abstand am umweltfreundlichsten und praktischsten ist. Wir haben uns auch andere Möglichkeiten für die Verpackung angeschaut, denken aber, mit der Bag-in-Box die beste Lösung gefunden zu haben.

LimoBOX startet mit drei verschiedenen Geschmacksrichtungen. Sollen nach und nach weitere folgen und was sind die angestrebten Ziele mit dem neuen Brauseprodukt?

Ja, auf jeden Fall soll es weitere Sorten geben. Hierbei hoffen wir auch auf Rückmeldungen unserer Kunden, die uns gerne mitteilen dürfen, welche Sorten sie denn als nächstes in der limoBOX haben möchten. Ziel ist es erstmal, so schnell wie möglich zu einem rentablen Unternehmen zu wachsen und ein entsprechendes Produktionsvolumen zu erreichen, so dass wir den Preis nochmal ordentlich senken können.

Wie angesprochen wollen wir natürlich unser Sortiment ausbauen, wobei wir anstreben, die Produktpalette saisonal aufzubauen, um nach Möglichkeit heimische Produkte zu verwenden. Die Südfrüchte werden wir in naher Zukunft mit Hilfe unserer Partner-Kelterei direkt aus Ghana importieren. So werden wir die Produktionsprozesse transparent darstellen und den Leuten zeigen können, woher die Produkte kommen und wie sie verarbeitet werden.

Und längerfristig wollen wir natürlich ganz oben im Limonaden-Geschäft mitmischen und eine gute Alternative zu dem – wie Du schon sagtest – ungesunden, künstlichen Zuckerwasser bieten. Es gibt also noch viel zu tun!

limoBOX Gruender Martin Eckardt

Wie groß ist das Team, dass hinter der LimoBOX steht?

Derzeit kümmere ich mich hauptsächlich um die limoBOX, viele meiner Freunde unterstützen mich aber tatkräftig dabei, so dass ich eigentlich nie alleine am Werken bin.

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