Foodist.de Interview – monatlich hochwertiger Genuss von Hand gemacht

30. Oktober 2012

in Alle Artikel, Nachgefragt

Mit Foodist.de erblickte vor Kurzem ein weiterer Abodienst für Lebensmittel das Licht der Welt, welcher ähnlich wie Brandnooz mit der Brandnooz-Box eine monatliche Lebensmittelbox auf die Reise schickt. Wodurch der neue Anbieter im Vergleich zu Mitbewerbern bei den Verbrauchern punkten möchte, haben wir Ole Schaumburg von Foodist.de gefragt.

Welchen speziellen Ansatz verfolgt Ihr mit den Foodist-Boxen und ist der Start bis dato reibungslos verlaufen?

Bei Foodist erhalten die Kunden monatlich eine Foodist Box mit hochwertigen Delikatessen für 20 € als Überraschungsbox nach Hause geliefert. Die Delikatessen stammen aus kleinen und mittelgroßen Manufakturen aus ganz Europa. Neben der Ersparnis durch einen eigentlich höheren Warenwert von mindestens 27€, haben die Kunden den Vorteil monatlich neue Produkte kennenzulernen, auf die sie in üblichen Supermärkten niemals gestoßen wären.

Vor allem zu der grundsätzlichen Idee einer Überraschungsbox mit Manufakturprodukten und dem Design unserer Website www.foodist.de haben wir positives Feedback erhalten. Zudem haben wir mit einer schwierigeren Anlaufphase gerechnet, die Kunden zum Abschluss eines Abonnements mit Lebensmitteln zu bewegen. Der Start hat unsere Erwartungen jedoch übertroffen.

Komplett reibungslos ist bis zum Launch der Seite natürlich nicht alles verlaufen. Aber Nachtschichten, in denen noch IT-Probleme gelöst oder letzte Bilder eingefügt werden, gehören einfach zum Startup dazu.

Foodist_Box

Wie seid Ihr auf die Idee gekommen, hochwertige Delikatessen aus Manufakturen den Konsumenten online näher zu bringen?

Zum Einen besteht grundsätzlich eine Neugier dafür, hochwertige Delikatessen zu probieren. Die Hürde dabei bildet der Preis und die Ungewissheit, ob das Produkt dem persönlichen Geschmack wirklich entspricht. Durch das großzügige Angebot der Foodist Box für nur 20 € im Monat überwinden wir die Preis-Hürde und das Produkt kann über unseren Onlineshop nachbestellt werden, wenn es Gefallen beim Kunden gefunden hat. Zur Bestätigung der Idee diente das Berliner Startup Glossybox, die ein ähnliches Konzept bereits im Beautybereich aufgebaut haben.

Zum Anderen ist jeder unserer drei Gründer ein leidenschaftlicher Foodist, der die großartigen Manufakturprodukte schätzt und gleichzeitig die Menschen hinter den Produkten bei der Vermarktung und dem Vertrieb unterstützen möchte. In Gesprächen mit Manufakturen, z.B. auf Wochenmärkten, ist deutlich geworden, dass viele die Chancen des Internets überregional Zielgruppen anzusprechen, nicht realisieren.

Wie genau funktioniert Euer Abo-Modell und wodurch unterscheiden sich die einzelnen Bausteine?

Kunden können entweder eine „Foodist Box“ abonnieren oder eine Themenbox bestellen – und, selbstverständlich, alle einzelnen Produkte im Online-Shop erwerben. Wer die Foodist Box abonniert, erhält jeweils zur Mitte des Monats eine vielfältige, sorgfältig zusammengestellte Selection unterschiedlicher Vollprodukte und Proben nach Hause geliefert. Der genaue Inhalt offenbart sich erst beim Öffnen der Box.

Was die Themenboxen beinhalten ist hingegen bekannt, ihre Zusammensetzung ändert sich dem jeweiligen Thema entsprechend. Auch sie werden direkt nach Hause geliefert, statt im Abo allerdings als Einzelbestellung – derzeit, zum Start von Foodist, stehen die Ladies Box und die Gentlemen´s Box zur Auswahl. Die Themenboxen werden in Zukunft sowohl saisonale Themen wie Weihnachten aufgreifen, als auch einzelne Länder oder Sortimentsschwerpunkte, z.B. in Form einer Portugal-Box oder einer Schokoladen-Box.

Foodist-Gentlemensbox

Gibt es keine Bedenken, auch über einen längeren Zeitraum für die stetig wechselnden Boxen ausreichend Lieferanten hochwertiger Lebensmittel ausfindig zu machen?

Durch Wochenmärkte, Messen oder Empfehlungen von Freunden stoßen wir ständig auf neue Manufakturen. Es ist erstaunlich wie viele Menschen sich allein in Deutschland mit der handwerklichen Herstellung von Lebensmitteln selbstständig gemacht haben. Langsam merken wir auch eine Erleichterung bei der Produktsuche, da auch schon Manufakturen auf uns zu kommen, die unsere Seite gesehen haben und dort gerne vertreten wären. Desweiteren blicken wir auch über die deutschen Grenzen hinaus.

Welchen zusätzlichen Nutzen neben der Bereitstellung der Foodist-Handelsplattform bietet Ihr den Lebensmittelherstellern?

Die Lebensmittelhersteller können ihre Produkte auf Anhieb einer großen Anzahl an Kunden vorstellen und ein gebündeltes Feedback zu ihren Produkten erhalten. So haben sie die Chance, zum Beispiel neue Sorten zu testen oder einfach ihre Bekanntheit auf einen Schlag vergrößern. Darüber hinaus werden wir noch dieses Jahr Texte, Bilder und Videos kreieren, die die persönliche Story des Herstellers den Kunden näher bringen werden.

Das logistische Handling für das Projekt ist vermutlich nicht gerade einfach. Erledigt Ihr dies in Eigenregie oder ist diese Aufgabe an einen Dienstleister ausgelagert?

Die Logistik erledigen wir in Eigenregie direkt aus der Speicherstadt in Hamburg. Der logistische Aufwand hält sich durch das Abomodell im Gegensatz zu anderen Online-Shops in Grenzen, da wir durch die monatlich uns bekannte Abonnentenzahl eine hohe Planungssicherheit hinsichtlich der Menge haben und wir die meisten Bestellungen an einem Tag gebündelt ausliefern können.

Foodist-Ladybox

Was genau sollten wir über die Gründer des Unternehmens wissen und wie groß ist das Team insgesamt, das hinter Foodist.de steht?

Im Dreiergespann unseres Gründerteams treffen zwei Generationen aufeinander, die gemeinsam an einem Strang ziehen. Dabei greift Andreas Brandt (59) auf einen großen Erfahrungsschatz im Lebensmittelbereich zurück, u.a. hat er bereits das Gutshof Wulksfelde am Hamburger Stadtrand geführt, das Startup cityfarming gegründet und berät seit Jahrzehnten ökologische Betriebe und Institutionen. Alexander Djordjevic (25) und Ole Schaumberg (23) haben beide ihr Duales Studium an der Hamburg School of Business Administration erfolgreich abgeschlossen und insbesondere durch die Kooperationsunternehmen arko GmbH und die OTTO Group Erfahrungen im Lebensmittelhandel bzw. im Onlinehandel sammeln können.

Unterstützt werden wir insbesondere in den Bereichen IT und PR durch die befreundeten Unternehmen „Adwerft“ und „Fox PR“. Wir sind insgesamt sehr dankbar für die Unterstützung unserer Familien und Freunde – unsere sogenannten Co-Foodisten.

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