WebDrink.de Interview – Lieblingsgetränke ohne schweres Schleppen bis nach Hause

6. November 2012

in Alle Artikel, Nachgefragt

Wie man ganz entspannt seine Lieblingsgetränke bis nach Hause geliefert bekommt, ohne sich selbst dafür anstrengen zu müssen, dass erklären uns heute die Macher von webDrink.de im Interview. Dabei steht neben einer ausgefeilten Shop-Umsetzung für den Online-Getränkeanbieter vor allem der intensive Kundenkontakt und die richtige Multi-Channel Strategie im Fokus der Aktivitäten.

webdrink online

Seine Lieblingsgetränke ohne schweres Schleppen nach Hause zu bekommen, ist sicherlich für Viele eine überaus reizvolle Vorstellung. Wie seid Ihr auf diese Geschäftsidee gekommen und wie genau funktioniert eine Bestellung?

Schon Ende der 90er hat Frank Hohmeyer sich mit diesem Thema beschäftigt, da er selbst über 2 Jahrzehnte einen Getränkefachgroßhandel führte. In 2007 traf er dann auf die heutigen webDrink – Kollegen Marc Inden und Dominik Starke von der Webdesign – Agentur IndenWare und setzte seine Idee vom bundesweiten Getränke – Online – Lieferservice gemeinsam mit ihnen um. Aufgrund der positiven Entwicklung und dem starken Interesse aus der Branche, wurde dann im Oktober 2008 die webDrink Getränke GmbH gegründet .

Zum Bestellablauf kann man sagen, dass er sehr einfach, aber branchengerecht „gestrickt“ ist. Alle relevanten Parameter und besonderen Liefermodalitäten, Kennzeichnungen und rechtlichen Vorschriften wurden berücksichtigt. Darstellungen und Schnittstellen sind weitestgehend automatisiert und können mit den jeweiligen Händler – Warenwirtschaftssystem kommunizieren. So erhält der User und der angeschlossene Händler eine optimale Usability – ohne Zeit zu verschwenden.

WebDrink.de wirbt mit dem Spruch: Lieber klicken statt schleppen! Kann der Kunde denn bereits bundesweit auf den Online-Getränkelieferservice zugreifen oder besteht in einigen Teilen Deutschlands noch Nachholbedarf?

Nach intensiver Programmierungs – und Testphase, wurde 2011 mit dem Vertriebsaufbau und Integration der Händler begonnen. Rund die Hälfte, der für einen Lieferservice relevanten Gebiete – bundesweit, werden heute schon abgedeckt. Wichtig hierbei sind die größeren Städte und Ballungsräume. In den ländlichen Regionen wird sich dies eher schleppend entwickeln.

Wie sieht es aus, wenn es in einer Zielregion verschiedene Getränkelieferanten gibt. Kann sich der Kunde seinen Anbieter frei aussuchen oder arbeitet WebDrink.de exklusiv mit Partnern vor Ort zusammen – sprich besteht für diese ein Gebietsschutz?

Das ist völlig unterschiedlich und sehr individuell bei webDrink. Beides war bisher möglich und garantiert somit optimale Voraussetzungen für Kunden und Händler. Preis, Leistung und Zuverlässigkeit sowie Sortimente und flexible Lieferparameter werden somit austariert und entwickeln sich im Markt vor Ort konform, um so den Ansprüchen und Wünschen beider gerecht zu werden. Daher haben wir auch kaum Reklamationen oder Beschwerden.

Wie lange hat die Shop-Entwicklung gedauert und was waren die größten Hindernisse bei der Umsetzung einer auf den Getränkehandel abgestimmten branchenspezifischen Softwarelösung?

Die umfangreiche Programmierung hat ca. 2 Jahre gedauert. Die Entwicklung wird aber immer andauern, weil der Markt dies verlangt. Neue Tools werden entwickelt, an unserer App-Lösung wird gearbeitet, Innovationen getestet und rechtliche sowie administrative Aufgaben angepasst und umgesetzt. Es wird nie langweilig – alles ist in Bewegung – das ist schon eine Herausforderung.

Man muss sich mit den Menschen beschäftigen, die sich in diesem Markt begegnen und auf deren Bedürfnisse eingehen. Bereits bestehende Strukturen nutzen und technisch umsetzen.

webdrink_ShopAward_2012

Auf welche besonderen Feinheiten gilt es als Onlinehändler zu achten und wie genau funktioniert bspw. die Leergutrückgabe der Flaschen?

Sie müssen verstehen, dass wir im direkten Kontakt – vor Ort – mit dem Kunden stehen. Wir sind kein Versandhandel! Daher sind hierbei auch ganz andere Anforderungen zu berücksichtigen – weil es eben Getränke – also auch Lebensmittel sind. Zuverlässigkeit, Vertrauen, Flexibilität, Service und Leistung stehen hier ganz oben für den Kunden. Während beim traditionellen Versandhandel kaum persönlicher Kontakt mit dem Kunden stattfindet, entscheidet überwiegend der Preis. Daher auch die höheren Retourenquoten, welche den eigentlichen Ertrag fast ganz „aufzufressen“ drohen.

Wir sind ja bei der Lieferung der Getränke vor Ort – beim Kunden. In der Regel wird das Leergut direkt mit der Warenlieferung zurückgenommen. Dies kann in unterschiedlichen Zahlungsmodalitäten, die der Händler zur Auswahl in den Stammdaten bereits vorgegeben hat, abgerechnet bzw. verrechnet werden.

Bis dato läuft der Onlinehandel mit Lebensmitteln allgemein noch nicht ganz rund. Wie sind da die eigenen Erfahrungen und glaubt Ihr, dass das Web-Geschäft in naher Zukunft richtig brummen wird?

Wie gesagt, auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden eingehen und diese versuchen weitestgehend umzusetzen oder Alternativen zu entwickeln die genutzt werden können. Die logistische Struktur zu implementieren ist die eigentliche Herausforderung. Hier sollte man den richtigen Modus für die Branche wählen.

Momentan findet die Lebensmittelbranche diesen jedoch nicht richtig, weil sie sich eher am Versandhandel orientiert als an den realen, vorhandenen Strukturen. Einige gute Ansätze sind schon da – hier sollte man tiefer gehen und nachschauen was dort vorhanden ist und dies nutzen. Erst die Nähe zum Kunden, ein optimierter Liefermodus und die entsprechende Werbung in TV und Media werden den Online-Lebensmittelhandel erst richtig zum „brummen“ bringen.

Restrukturierter Lieferservice, eine funktionierende Multi-Channel-Strategie unter Berücksichtigung von demographischen und neuen technischen Entwicklungen wird sich unserer Meinung nach durchsetzen.

webdrink-Team

Wie groß ist das Team, welches hinter WebDrink.de steht und wohin soll sich die Plattform in den nächsten Jahren entwickeln?

Das webDrink.de – Team besteht eigentlich aus den Händlern, Kunden, den Partnern des Portals und uns Dreien. Alle gemeinsam sorgen für den bisherigen Erfolg, weil jeder das macht was er auch kann und uns sagt, was er möchte. Wir entwickeln dann die Lösungen und sorgen für die Umsetzung.

WebDrink wird jetzt erst seine eigene Vermarktung so richtig vorantreiben können, da die Voraussetzungen hierfür erst dieses Jahr geschaffen wurden. Gemeinsam, mit einer der größten Vermarktungsverbund-Gruppen der Getränkebranche, beginnt webDrink das neue Jahr 2013 und wird für den Online-Getränkemarkt somit wiederum neue Maßstäbe setzen können.

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