PurePepper.de Interview – Da wo der Pfeffer wächst

11. Dezember 2012

in Alle Artikel, Nachgefragt

Dass Kaffee nicht gleich Kaffee ist und dass es bei Kakao sowie Tee aufgrund der Herkunft große Unterschiede gibt, ist allseits bekannt. PurePepper.de zeigt uns jetzt, dass auch Pfeffer wesentlich mehr sein kann, als nur ein einfaches Gewürzkorn. Vielmehr existiert eine Bandbreite an hochwertigen Qualitäten, die es lohnt, für einen außerordentlichen Gaumengenuss zu erkunden. Was speziell ihren Pfeffer aus Kampot auszeichnet, verrät uns Anja Matthes von PurePepper.de:

PurePepper - Pfeffer online kaufen

Sie betreiben Ihr scharfes Online-Business bereits gut zwei Jahre. Was genau zeichnet die verschiedenen Pfeffersorten von Pure Pepper aus?

Allen Pfeffern in der Pure Pepper Collection ist gemeinsam, dass sie von höchster Qualität, fair gehandelt und frisch sind. Ich bin eine der Wenigen, wenn nicht gar die Einzige, die „Jahrgangspfeffer“ verkauft.

Es gibt immer ein Haltbarkeitsdatum bei Pfeffer, aber nur sehr selten finden die Kunden eine Angabe wann der Pfeffer geerntet wurde. Bei mir steht auf jeder Dose Pfeffer in welchem Jahr er geerntet wurde. Das ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

Warum Pfeffer aus Kambodscha – wie sind Sie auf die Idee gekommen, gerade diesen qualitativ hochwertigen Pfeffer den Menschen in Deutschland näher zubringen?

Pure Pepper entstand in einer Phase meines Lebens, in der ich nach einer neuen Aufgabe gesucht habe und mich gleichzeitig sehr stark und frei gefühlt habe. Das Interesse und die Liebe zum Produkt kam auf einer langen Reise durch Kambodscha und der Wunsch daraus ein Geschäft zu machen, entwickelte sich als ich zurück in Berlin war.

Der Pfeffer aus Kampot, Kambodscha hat eine lange Tradition, die z.B. unsere Nachbarn in Frankreich schon sehr lange schätzen und lieben. Also sage ich mir „alle Träume können nur wahr werden, wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen.“

Sie kaufen den Pfeffer zu Preisen, welche über dem Marktpreis liegen und helfen so den Bauern vor Ort, die eigene Existenz zu sichern. Existiert ein FairTrade-Siegel oder gibt es andere Anhaltspunkte, welche die Nachhaltigkeit dokumentieren?

Für die Transparenz bei den Pfeffern aus Kampot sorgt ein „Trackingcode“, der auf jedem Dosenunterdeckel gedruckt ist. Den Trackingcode geben Sie auf meiner Website ein und erfahren so Details zu dem Bauern, seiner Familie, dem Anbaugebiet etc. Näher waren Sie wahrscheinlich noch nie der Quelle für Ihren Pfeffer.

Pfeffer aus Kampot

Pfeffer ist ein Gewürz. Dieses möchte der Kunde sicherlich riechen oder schmecken können. Wie schaffen Sie es, Pure Pepper den Kunden online überhaupt schmackhaft zu machen?

Richtig, einen Pfeffer möchte der Kunde riechen und schmecken, dies kann ich ihm online nicht bieten. Dieses Mango versuche ich durch viele Informationen in Form von Texten, Rezepten, Bildern und Video – zu den Pfeffersorten, zu Pfeffer allgemein auszugleichen.

Der Shop hat sich sehr gut entwickelt, gemessen an der Tatsache, dass ich ein sehr haptisches Produkt in einer gänzlich nicht haptischen Weise verkaufe.

Wird ein Großteil derer, welche den Pfeffer einmal probiert haben, denn zu Wiederholungstätern und wie viel Pfeffer konsumiert der durchschnittliche deutsche Konsument überhaupt?

Ja, ich habe mittlerweile lieb gewonnen treue Kunden auch außerhalb von Deutschland, z.B. in den Niederlanden und der Schweiz. Und auch auf den Märkten gibt es wiederkehrende Kunden, die meinen Pfeffer lieben.

Die Statistik sagt, dass ein Deutscher ca. 200g Pfeffer im Jahr konsumiert. Ich verbrauche deutlich mehr 😉 und freue mich natürlich über einen erhöhten Konsum jedes Einzelnen, weil Pfeffer in jeder Hinsicht gut für Körper, Geist und Essen ist.

Wohin soll die Reise von Pure Pepper zukünftig gehen? Wird das Sortiment um weitere Gewürze ausgebaut oder suchen sie eher Kooperationspartner und innovative Vertriebsmöglichkeiten für Ihr Nischenprodukt?

Tatsächlich bin ich stets interessiert an Kooperationspartnern – besonders in der „realen Welt“, weil es die größte Freude ist meinen Pfeffer den Kunden zu präsentieren und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

Pfefferernte mit Anja Matthes

Bitte noch ein paar Worte zu Ihren persönlichen Erfahrungen, denn Sie sind eine weibliche Gründerin und zudem als Einzelkämpferin gestartet. Ist es aus Ihrer Sicht einfacher oder schwerer, als Frau zu gründen?

Nun, ich kann es schwer vergleichen, da ich immer schon eine Frau war. Lacht, nein im Ernst. Oft habe ich die gleichen oder ähnlichen Herausforderungen wie meine männlichen Kollegen. Doch am Ende des Tages zählen die Qualität des Produktes und die Authentizität mit der es verkauft wird.

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