FoodieSquare.de Interview – Das leckerste Startup der Welt für B2B und Endkunden

9. Juni 2013

in Alle Artikel, Nachgefragt

Bereits im Oktober 2012 konnte foodieSquare über die Crowdfunding-Plattform Seedmatch innerhalb von nur 24 Stunden von Kleininvestoren insgesamt 100.00 EUR einsammeln. Nun steht das junge Unternehmen vor der nächsten Entwicklungsstufe. Um gezielt in neue Geschäftsbereiche investieren zu können, benötigt man nochmal frisches Kapital aus der Crowd. Was genau in einer Tastybox steckt, verraten uns die Macher im Interview auf Netzkonsum.de:

Was genau steckt hinter der Idee der TastyBox und wie funktioniert das Konzept?

Wir verstehen uns als Marktplatz für bekannte und fast vergessene Lebensmittel in einer einzigartigen Qualität, die wir zurück in die Küche bringen. Wir haben Produkte, die nicht industrialisiert sind, noch ihren eigenen Charakter haben und wahre Geschmacksexplosionen versprechen. Unsere Produkte wechseln immer wieder und die TastyBoxen sind immer wieder anders. Sie werden saisonal zusammengestellt und regen zum Kennen-Lernen an.

Unsere Kunden sagen immer wieder „das habe ich ja gar nicht gewusst, das hätte ich ja gar nicht gedacht, dass das geht, dass es das gibt“. Genau darum geht es. Wir bieten neue Produkte und neue Kombinationen an, die Lust auf mehr machen. Mit den TastyBoxen hat man die Möglichkeit, alles selbst zu machen und auf leichte Weise außergewöhnliche Gerichte zu zaubern.

Man kann komplette Hauptgänge oder auch unsere Desserts gesondert bestellen und sich so die Menus auch selbst zusammenstellen. Man kann in unserer virtuellen Speisekammer stöbern und seltene, ausgesuchte Zutaten entdecken und sich auf wundervolle Weise inspirieren lassen. Oder man kann in den Clubs schwelgen… Alles auf TastyBox.de!

Herzhafte TastyBox

Ist es einfach, gute Produzenten neben den großen und etablierten Herstellern ausfindig zu machen und wer oder was hilft Euch dabei?

Hierbei ist uns das Netzwerk von Slow-Food eine hoch geschätzte Ideenquelle. Entdecken wir einen neuen interessanten Produzent, suchen wir immer auch weitere benachbarte Produzenten, die wir auf einer unserer TastyTouren, die wir einmal im Monat planen, dann gleich mit besuchen. Mittlerweile stellen sich aber auch zunehmend mehr Manufakturen eigenständig bei uns vor.

Egal, wie der Erstkontakt ist: es haben wirklich nur die allerbesten eine Chance auf einen Platz in unserem Sortiment. Das ist ja auch unser Hauptantrieb, vom Besten das Allerbeste zu finden. Es ist einfach toll: In jedes Lebensmittel unserer Boxen ist ein Stück Persönlichkeit der Erzeuger geflossen und macht sie somit einzigartig.

Wie genau überprüft Ihr die Qualität der produzierten Ware aus den einzelnen Manufakturen und inwieweit zählt das Bio-Siegel für die Aufnahme in die TastyBox?

Alles, was in die TastyBox kommt, muss nachhaltig und sauber hergestellt werden und den Slow Food Richtlinien entsprechen. Doch wir sind noch strenger mit unseren „eigenen Richtlinien“, die auf Bioland, SlowFood und Demeter Ideen basieren. Zum Beispiel bei der Tierhaltung müssen es für uns Produzenten sein, deren Tiere einfach glücklich aufwachsen, mit natürlichem Futter versorgt werden und dabei keine Zusatzstoffe verwendet werden.

Wichtig ist uns z.B eine stressfreie Schlachtung, keine Antibiotika-Beimischung im Futter usw.. Zudem sollen alle Lebensmittel soweit möglich, von Manufakturen handgefertigt werden. Unsere Produkte sollen menscheln, d.h. der Faktor Mensch darf in der Herstellung nicht ausgeschaltet sein, deshalb wählen wir bewusst eher kleine Betriebe, in denen keine Industrieanlagen vorkommen.

Neben all diesen Kriterien müssen sie natürlich auch einfach super schmecken. Die Kunden sollen sie probieren und sich denken: „Das muss ich sofort wieder haben“. Es sind rundum geniale Produkte, die alle den „Wow-Effekt“ haben.

Was genau bedeutet für Euch Regionalität von Lebensmitteln und inwieweit wollt Ihr diese den Konsumenten näher bringen?

Grundsätzlich sind unsere Boxen immer saisonal. Und auf Regionalität legen wir sehr großen Wert. Alles was sich nach unseren Ansprüchen in Deutschland finden lässt, wollen wir aus Deutschland anbieten. Deshalb sind wir auch regelmäßig auf Recherchereisen und immer auf der Suche nach dem Besonderen und Neuen. Wenn da draußen jemand außergewöhnlich Gutes sitzt, ist es unser Anspruch, ihn zu finden.

Unsere Vision ist es, den authentischen Geschmack Europas auf die Teller zu bringen. Auf lange Sicht nicht nur in Deutschland, sondern europaweit.
Unsere Mission ist es, das Kulturgut handgemachter Lebensmittel zu schützen und wiederzubeleben. Mit jedem Kauf bei uns unterstützt Du eine kleine Manufaktur, die kulinarisch einmalige Raritäten herstellt und dabei einen besonderen Augenmerk auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz legt.

Wir verstehen uns auch beim Essen und Genießen als Europäer und manches findet man hier einfach nicht oder selten. Zum Beispiel wirklich hervorragende Schokolade oder Schokoladenprodukte, die zudem aus fair hergestelltem und gehandeltem Kakao gemacht werden – also ohne Ausbeutung der Kakaobauern oder Kinderarbeit. Das ist ein Riesenthema!

Wie kann man sich eigentlich den potentiellen Kunden einer TastyBox vorstellen?

Die TastyBox Kunden sind auf jeden Fall Genießer, die Wert auf gut schmeckende Lebensmittel legen. Darüber hinaus ist allen Kunden generell sehr wichtig, zu erfahren wie die Produkte hergestellt werden, wer dahinter steckt und warum dieses Lebensmittel so besonders ist.

Bei den TastyBoxen zum Kochen sprechen wir eher die Hobbyköche an, die gerne kulinarisch dazulernen von unseren Köchen. Hier stellen wir seit kurzem sogar Kochvideos unserer Köche zur Verfügung, so dass man von den kreativen Künstlern direkt abschauen kann wie z.B. eine Soße perfekt abgeschmeckt wird oder das Gericht lecker und kreativ angerichtet wird.

Bei den TastyClubs sprechen wir die Liebhaber einzelner Produktkategorien an, wie z.B. die Käseliebhaber. Diese erhalten ein Mal pro Monat eine Box mit ihren Lieblingsprodukten ab 19,99 EUR plus 4,95 Versand nach Hause geschickt. Derzeit haben wir TastyClub-Angebote für Schokoladen-, Käse- und Fleischliebhaber.

Ihr habt Ende letzten Jahres eine neue Finanzierungsrunde abgeschlossen. Wo setzt ihr das frische Kapital ein und wo seht Ihr die TastyBox in 3 Jahren?

Wir probieren immer wieder Neues und passen unser Angebot an. Genau wie wir ist auch die TastyBox nichts Statisches, sondern ist immer in Bewegung. Wir haben viele Ideen, die immerzu am Sprudeln sind. Aktuell bauen wir unsere online-Speisekammer mit unseren ausgesuchten Einzelprodukten mehr und mehr aus. Sie wird auch in Zukunft ein Schwerpunkt der TastyBox sein.

Sehr spannend sind unsere brandneuen TastyBoxClubs. Die Mitglieder können eine Themenbox zum Beispiel mit Käse, Schokolade oder Fleisch wählen, die sie monatlich bekommen. Der Inhalt ist exklusiv für die Mitglieder reserviert und auch etwas günstiger als normal. Eine anspruchsvolle und tolle Geschichte!

In drei Jahren werden wir in Deutschland und ggf. deutschsprachigen Ausland Fuß gefasst haben und beliefern neben unseren Privatkunden auf TastyBox.de auch die besten Restaurants und Feinkostläden. Wir werden bis dahin so weit sein auch Lebensmittel die in Vergessenheit geraten sind, wieder herstellen zu lassen, da wir die richtigen Kunden haben, die diese abnehmen. Damit leisten wir einen immer stärkeren Beitrag zum Erhalt unseres kulinarischen Kulturgutes in Europa!

TastyBox Gründerteam

Wie seit Ihr überhaupt auf diese Idee gekommen und wer genau verbirgt sich hinter den Machern -der TastyBox?

Wir sind beide Genussmenschen. Während des MBA Studiums in Spanien hatte Sammy Zeit, jeden Tag zu kochen. Dazu stöberte er auf Märkten, probierte Unbekanntes aus, recherchierte nach den passenden Rezepten.

Einmal wollte er für Freunde Allgäuer Kässpatzn zubereiten, doch er fand nicht den passenden würzigen Bergkäse dazu. Diesen von einer ihm bekannten Sennerei im Allgäu zu bestellen, hätte vier Wochen gedauert. Dabei wurde klar, dass es irrsinnig viele tolle, kleine Manufakturen gibt, deren Erzeugnisse aber oft nur direkt vor Ort erhältlich sind.

Den Besten von ihnen einen online Marktplatz zu bieten, sie näher vorzustellen und erlebbar zu machen, wurde durch diese Anekdote der Antrieb. Guerson war von dieser Idee sofort angetan. Seitdem verfolgen wir zusammen unsere Mission „das Kulturgut handgemachter Lebensmittel zu schützen und wiederzubeleben“.

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